Tips und Tricks:

Im Web findet man eine Vielzahl kommerzieller Seiten und privater Homepages, die sich mit der Naturfotografie befassen. Mein bevorzugtes Themengebiet, die Fotografie durch das Mikroskop, scheint allerdings einen gewissen Exotenstatus zu genießen. Warum eigentlich?

Die Mikrofotografie ist ein sehr interessantes und ästhetisch ausgesprochen lohnendes Thema für Fotografen und Naturfreunde (es gibt nicht nur Blutausstriche und histologische Präparate!). Entgegen einer verbreiteten Meinung muß man kein technischer Spezialist oder Wissenschaftler sein, um zu guten Mikrofotos zu kommen. Zwar handelt es sich um ein technisch anspruchsvolles Gebiet der Fotografie, aber mit etwas Geduld ist es garnicht so schwer zu beherrschen. Auch finanziell verlangt dieses Hobby weit geringere Opfer, als man vermuten würde. Gebrauchte Mikroskope sind durchaus bezahlbar. Ich kenne Hobby-Fotografen, die allein für das Gehäuse ihrer Kleinbild-Kamera mehr Geld ausgegeben haben, als ein vernünftiges (gebrauchtes) Forschungsmikroskop kosten würde.

Die meisten meiner Bilder entstanden mit 20-50 Jahre alten Geräten. Die optische Qualität der damaligen Objektive kann sich ohne weiteres mit denen moderner Mikroskope messen. Auf das Design und den Bedienungskomfort neuerer Geräte muß man zwar verzichten, dafür erhält man aber robuste "Klassiker", die heute aufgrund ihrer hohen fertigungstechnischen Qualität garnicht mehr zu bezahlen wären.

Ein paar grundlegende Gedanken sollte man sich vor dem Kauf eines gebrauchten Mikroskops allerdings schon machen. Welche Grundausstattung für die Mikrofotografie sinnvoll ist, und worauf man beim Gebrauchtkauf achten sollte, habe ich auf folgenden Seiten kurz zusammengefaßt:

Ein ganz wesentliches Manko besitzen nicht nur die alten, sondern auch die meisten neuen Mikroskope. Man hat den Eindruck, daß sie von ihren Konstrukteuren in erster Linie zur Betrachtung von unbeweglichen Objekten (z.B. Dauerpräparaten) ausgelegt wurden. Schon die Verfolgung eines lebenden Objektes bei höherer Vergrößerung mit Hilfe eines konventionellen Kreuztisches erfordert Geschicklichkeit und gute Nerven. Aber wie soll man zu scharfen Bildern kommen, wenn kaum ein Hersteller einen (TTL-gesteuerten) Elektronenblitz für die Mikrofotografie anbietet? Ideen und Lösungen finden sich hier:

Ich weise schon einmal vorsorglich darauf hin, daß die Ratschläge auf diesen Seiten im wesentlichen auf meinen persönlichen Erfahrungen aufbauen und deshalb nicht als "absolute Weisheiten" betrachtet werden sollten. Wenn ich mich auffällig häufig auf das Mikroskop-System von Zeiss beziehe, dann nur, weil ich mich bei den Geräten anderer Hersteller nicht so gut auskenne.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn der eine oder die andere Anwender/in von Leitz/Nikon/Olympus-Mikroskopen meine Infos etwas ergänzt oder mich auf Fehler hinweist.

Kritik, Anregungen Beiträge bitte an mail@oliver-skibbe.de







Fotografie Video Multimedia Referenzen Technik AGB und Preise